Best of Barolo Weinexperte Peter Keller und Head Sommelière Daniela Wüthrich haben 35 Beispiele des Kultweines aus Piemont getestet und bewertet − mit einem grossen Sieger.

Weinexperte Peter Keller und Head Sommelière Daniela Wüthrich haben 35 Beispiele des Kultweines aus Piemont getestet und bewertet − mit einem grossen Sieger.

Eine Blinddegustation

Barolo ist ein vielseitiger, hervorragender Speisenbegleiter und passt zu vielen Wild- und Trüffel-Herbstgerichten. Welche Weine lohnen einen Kauf? Peter Keller, Weinredaktor der «NZZ am Sonntag» und Daniela Wüthrich, Head Sommelière im Grand Hotel Victoria-Jungfrau & Spa in Interlaken,  haben 35 derzeit auf dem Markt erhältliche Beispiele mit verdeckter Etikette getestet und bewertet.

Eine Serie umfasste edle Tropfen ohne Lagenbezeichnung aus dem heissen Jahr 2015. Eine zweite Gruppe bildeten Gewächse aus verschiedenen Jahrgängen wie den ­schwierigen 2014 und 2013. Hier waren auch Weine aus einer bestimmten Lage dabei. Neben dem Gesamtsieger wurden jeweils die drei Favoriten der beiden Testpersonen gekürt.

Der Sieger-Wein:

Als grosser Gewinner ging der Barolo 2015 des Weinguts Pio Cesare hervor. Es handelt sich um einen klassischen, biologisch erzeugten Vertreter der Region, der sich neben seiner Kraft mit Eleganz, Raffinement und Frische auszeichnet. Wie für den Nebbiolo charakteristisch, ist die Farbe eher hellrot, was fälschlicherweise oft mit schlechterer Qualität gleichgesetzt wird. Die Kellerei baut den Wein traditionell während dreier Jahre in grossen Holzfässern, Tonneaux, aus.